Mit Allergie in die Sauna - sinnvoll oder schädlich?

Mit Allergie in die Sauna – sinnvoll oder schädlich?

Bei verschiedenen Allergien fragen sich Betroffene, ob sie dennoch in die Sauna gehen sollen. Hierzu gibt es eine eindeutige Antwort: Die Sauna ist grundsätzlich empfehlenswert, wobei die Temperatur und die Dauer entscheidend sind. Nur bei akutem Asthma etwa infolge einer Pollenallergie raten Ärzte vom Saunagang ab.

Was bewirkt die Sauna bei Allergien?

Auf viele allergische Symptome hat die Sauna einen positiven Effekt, sie werden durch das regelmäßige Saunieren abgeschwächt und können auch stark zurückgehen. Gerade bei Allergien, die sich auf der Haut bemerkbar machen, kann die Sauna sehr hilfreich sein: Die Barrierefunktion der Haut wird nämlich durch die Sauna optimiert. Dass weitere Allergene durch den Saunagang aktiviert werden, ist daher sehr unwahrscheinlich. Darüber hinaus beugt die Sauna dem Entstehen von Allergien deutlich vor, denn sie stärkt das Immunsystem, regt den Kreislauf an und kann die Ausbreitung von Neurodermitis deutlich lindern. Auch bei Atemwegserkrankungen empfehlen Ärzte die Sauna, wenn das Asthma eher schwach ausgeprägt ist. Die trockene Hitze in der Sauna vernichtet Krankheitserreger, der Dampf baut den Schleim ab. Es entsteht ein sehr positiver Langzeiteffekt.

Sauna bei allergischem Asthma

Bei schwerem allergischem Asthma ist abzuraten, bei leichtem Asthma ist der kurze Saunagang ideal für die Linderung und Genesung. Wem die Hitze in der Sauna zu hoch ist, der nutzt ein Dampfbad als Alternative. Wenn eine Allergie das Asthma verursacht hat, ist der Aufguss entscheidend. Bestimmte Kräuter, Birke und ätherische Öle können Asthma verstärken. Das reine Dampfbad ist grundsätzlich vorzuziehen. Wenn eine chronische Infektion das Asthma ausgelöst hat, profitieren die Betroffenen von der Stärkung ihres Immunsystems durch die Sauna.

Sauna bei allergischer Haut

Studien haben belegt, dass ein regelmäßiger, aber nicht zu exzessiver Saunagang die empfindliche Haut stärkt. Ihr Wasserbindungsvermögen steigert sich, der Säureschutzmantel wird aufgebaut. Das lässt sich an einem niedrigeren pH-Wert der Haut nach regelmäßigen Saunabesuchen feststellen. Bei trockener Haut bis hin zur Neurodermitis benötigt die Haut dennoch nach der Sauna eine spezielle Pflege, Babypflegeserien eignen sich sehr gut. Grundsätzlich sollten die Pflegelotionen hochwertige pflanzliche Öle, aber keine ätherischen Öle, keine Farbstoffe und erst recht keine Konservierungsmittel enthalten. All diese Inhaltsstoffe können allergische Beschwerden hervorrufen. Zudem muss der Hautzustand von Neurodermitis-Patienten aktuell stabil wenn, wenn sie die Sauna aufsuchen. Empfohlen werden dieser Zielgruppe Niedrigtemperatur-Saunen ohne Aufgüsse oder Soleverdampfungssaunen. Der Hautarzt wird eine entsprechende Empfehlung aussprechen.

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